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Soziale Unternehmen: Brückenbauer in Arbeit und Gesellschaft

Soziale Unternehmen: Brückenbauer in Arbeit und Gesellschaft

Sie sind Hoffnungsträger für Menschen ohne Job und zugleich ein Motor für eine nachhaltige Wirtschaft: Die Sozialen Unternehmen im Netzwerk von arbeit plus ziehen in ihrem aktuellen Wirkungsbericht eine eindrucksvolle Bilanz.

Österreichweit begleiten rund 200 Betriebe Menschen zurück in Beschäftigung – von Langzeitarbeitslosen über Jugendliche bis hin zu Migrant:innen. 7.800 Personen fanden 2022 durch sie Unterstützung, mehr als ein Drittel konnte erfolgreich in den regulären Arbeitsmarkt vermittelt werden. Besonders gefragt sind Qualifizierung, befristete Jobs und individuelle Beratung.

„Auch in Vorarlberg sind wir im dritten Jahr der Rezession und die Langzeitarbeitslosigkeit wird noch eine Weile lang steigen. Die Anzahl jener Menschen, die trotz kompetenter Begleitung, Qualifizierung und Beschäftigung in den Sozialen Unternehmen nicht mehr zurück in den regulären Arbeitsmarkt finden, ist ebenfalls auf dem Höchststand. Wir benötigen neue Modelle, damit alle, die arbeiten können und wollen, Arbeit finden.“ Ulli Schmid-Santer, Geschäftsführerin von arbeit plus Vorarlberg.

Die Herausforderungen bleiben groß: Ein Viertel aller Arbeitslosen in Österreich gilt nach wie vor als langzeitbeschäftigungslos. Viele Betroffene kämpfen mit psychischen Erkrankungen, mangelnden Qualifikationen oder Mobilitätseinschränkungen. Ein großer Teil der Projekte zeigt jedoch, dass gezielte Förderung Wirkung zeigt – bis zu 50 Prozent der Teilnehmer:innen finden einen Job oder Ausbildungsplatz.

Neben der sozialen Integration leisten die Betriebe auch einen ökologischen Beitrag: Ein Drittel ist in der Kreislaufwirtschaft tätig, etwa mit Recycling, Re-Use und Reparatur. Damit verbinden sie Klimaschutz mit Beschäftigungschancen.

Finanziert werden die Sozialen Unternehmen überwiegend durch öffentliche Förderungen, vor allem vom AMS, ergänzt durch 60-80% einer Eigenerwirtschaftung. Ihre Arbeit trägt nicht nur zur Armutsbekämpfung und regionalen Wertschöpfung bei, sondern unterstützt auch die UN-Nachhaltigkeitsziele.

„Menschen wollen arbeiten – aber für viele sind die Hürden zu hoch. Gemeinsam können wir sie überwinden“, betont arbeit plus-Österreich Geschäftsführerin Sabine Rehbichler. Angesichts von Rezession, Teuerung und Fachkräftemangel sieht arbeit plus dringenden Handlungsbedarf: stabile Strukturen und verlässliche Finanzierung seien die Basis, um weiterhin Chancen zu schaffen – für Menschen wie für den Arbeitsmarkt der Zukunft.