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AMS: Die Lage am Vorarlberger Arbeitsmarkt – Stand November 2025

Arbeitsmarkt bleibt unter Druck – Jugendbereich entwickelt sich positiv

Der Vorarlberger Arbeitsmarkt zeigt sich im November weiterhin angespannt. Insgesamt 11.822 Menschen waren arbeitslos gemeldet, ein Plus von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,5 % – weiterhin deutlich unter dem Österreichschnitt von 7,5 %.

Besonders betroffen sind erneut Branchen wie Metall- und Elektro, Gesundheits- sowie Fremdenverkehrsberufe, wo die Zahl der offenen Stellen teilweise massiv zurückging. Insgesamt wurden 3.327 offene Stellen gemeldet – ein Rückgang um fast 24 %. Gleichzeitig bleibt der Anteil an Personen mit maximal Pflichtschulabschluss hoch: 47,2 % der Arbeitssuchenden haben keinen höheren Abschluss.

Stabil zeigt sich die Lage bei den Jugendlichen: Seit Sommer ist die Jugendarbeitslosigkeit rückläufig. 1.465 junge Menschen unter 25 waren im November beim AMS gemeldet – ein Minus von 5,7 %.

Auch im Lehrstellenmarkt gibt es positive Signale: 298 sofort verfügbare offene Lehrstellen bedeuten ein Plus von über 9 %, während die Zahl der Suchenden leicht auf 323 stieg. Pro offener Stelle kommen damit 1,1 Bewerberinnen und Bewerber – ein weiterhin günstiges Verhältnis für Betriebe.

AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter blickt trotz schwacher Konjunktur vorsichtig optimistisch nach vorne: „Ab Mitte 2026 rechnen wir erstmals wieder mit einer steigenden Personalnachfrage und damit sinkender Arbeitslosigkeit.“

Vorarlberg bleibt von der wirtschaftlichen Schwächephase also nicht verschont. Während die Arbeitslosigkeit steigt und der Stellenmarkt schrumpft, sorgen Entwicklungen im Jugend- und Lehrlingsbereich jedoch für Zuversicht.