Auf Basis der Juni-Zahlen des AMS haben wir eine kurze Zusammenfassung der Lage am Vorarlberger Arbeitsmarkt erstellt:
Trotz erster Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung bleibt die Lage am Vorarlberger Arbeitsmarkt angespannt. Ende Juni 2025 waren laut AMS 10.282 Personen arbeitslos gemeldet – ein Anstieg von 12,3 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders betroffen sind die Branchen Produktion, Handel sowie Bau- und Baunebengewerbe.
Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,7 %, liegt damit aber immer noch deutlich unter dem Österreichschnitt von 6,8 %. Damit belegt Vorarlberg im Bundesländervergleich Platz vier hinter Tirol, Salzburg und Oberösterreich.
Erfreulicher zeigt sich hingegen der Lehrstellenmarkt: 742 offene Lehrstellen standen 228 Lehrstellensuchenden gegenüber – das bedeutet statistisch 0,7 Suchende pro Stelle. Besonders viele Ausbildungsplätze gibt es im Metall-/Elektrobereich, Tourismus und Handel. AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter ruft Jugendliche auf, sich rasch zu melden: „Wir unterstützen aktiv bei der Suche nach einem passenden Betrieb.“
Insgesamt steigt aber auch die Zahl der Schulungsteilnehmenden leicht (+3,7 %), was auf verstärkte Qualifizierungsmaßnahmen hinweist. Besonders hoch ist der Anteil an Arbeitslosen mit einem Pflichtschulabschluss als höchste Ausbildung (48,6 %).
Fazit: Die Wirtschaft zeigt zarte Erholungstendenzen – doch der Vorarlberger Arbeitsmarkt spürt die Nachwirkungen der konjunkturellen Flaute noch deutlich. Hoffnung machen Investitionen in die Ausbildung und die stabile Lehrstellenlage.
Download AMS-Zahlen Juni 2025