Aktuelles
Startseite / Aktuelles / AMS: Die Lage am Vorarlberger Arbeitsmarkt – Stand Dezember 2025

AMS: Die Lage am Vorarlberger Arbeitsmarkt – Stand Dezember 2025

Trotz konjunktureller Schwäche erste Lichtblicke erkennbar

Der Vorarlberger Arbeitsmarkt zeigte sich zum Jahresende 2025 weiterhin robust, auch wenn die schwache wirtschaftliche Dynamik ihre Spuren hinterlassen hat. Ende Dezember waren 11.505 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) Vorarlberg arbeitslos vorgemerkt. Das entspricht einem Anstieg von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einer Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent liegt Vorarlberg dennoch deutlich unter dem Österreichschnitt von 8,4 Prozent und weist bundesweit die drittniedrigste Quote auf.

„Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich weiterhin auf den Arbeitsmarkt aus“, erklärt AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter. „Gleichzeitig zeigen sich aber auch positive Entwicklungen, die Anlass zu vorsichtigem Optimismus geben.“

Besonders erfreulich ist der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit. Seit Mitte 2025 ist die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren rückläufig. Ende Dezember waren 1.501 junge Menschen beim AMS vorgemerkt – ein Minus von 3,3 Prozent im Jahresvergleich. „Die Maßnahmen zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit zeigen Wirkung“, so Bereuter.

Herausfordernd bleibt die Situation für bestimmte Personengruppen. Vor allem ältere Arbeitsuchende, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Geringqualifizierte sowie Langzeitarbeitslose sind verstärkt betroffen. Die Zahl der Personen, die länger als ein Jahr ohne Beschäftigung sind, stieg im Jahresvergleich um 25,8 Prozent. Als Hauptursache nennt das AMS die weiterhin verhaltene Personalnachfrage vieler Betriebe.

Gleichzeitig investiert das AMS Vorarlberg verstärkt in Qualifizierung und Ausbildung. Die Zahl der Schulungsteilnehmenden erhöhte sich auf 2.519 Personen und lag damit um 2,9 Prozent über dem Vorjahreswert. „Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten ist Weiterbildung ein entscheidender Hebel“, betont Bereuter. Ziel sei es, Arbeitsuchende gezielt für jene Bereiche zu qualifizieren, in denen künftig wieder verstärkt Fachkräfte benötigt werden.

Erste positive Signale gibt es auch mit Blick auf die kommenden Monate. Ab Mitte 2026 rechnen Prognosen mit einem leichten Beschäftigungswachstum und einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Insbesondere der Bedarf an qualifizierten Fachkräften dürfte wieder steigen. „Wir werden unsere Angebote in der Fachkräfteausbildung konsequent fortsetzen und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Vorarlberg leisten“, so der AMS-Landesgeschäftsführer abschließend.