Ende August 2025 waren in Vorarlberg 10.576 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet – ein Anstieg um 396 Menschen oder 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,7 %, liegt damit aber weiterhin unter dem Österreichschnitt von 7,0 %.
Besonders positiv ist die Entwicklung bei den Jugendlichen: Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Unter-25-Jährigen sank um 6,3 % auf 1.543. Auch bei den Lehrstellensuchenden zeigt sich ein Rückgang von 30 % auf 287 Personen. Gleichzeitig stehen 326 sofort verfügbare Lehrstellen bereit – ein Verhältnis von weniger als einem Suchenden pro offener Stelle.
Sorgen bereitet hingegen der deutliche Rückgang an offenen Stellen insgesamt: Mit 3.760 gemeldeten Stellen gab es um fast 25 % weniger als im Vorjahr. Besonders betroffen sind Tourismus, Handel sowie Metall- und Elektroberufe. Zuwächse verzeichneten hingegen Lehr- und Kulturberufe.
AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter betont die Bedeutung von Ausbildung und Qualifizierung, vor allem für die 4.922 Personen ohne über Pflichtschule hinausgehenden Abschluss. „Eine gute Ausbildung ist die Basis für eine stabile berufliche Karriere. Wir setzen deshalb stark auf Fachkräfteausbildung, um die Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern.“
Vorarlbergs Arbeitsmarkt bleibt also angespannt, zeigt aber Lichtblicke im Jugend- und Lehrstellenbereich. Damit die Region gestärkt aus der Flaute kommt, sind Weiterbildung und Qualifizierung zentrale Hebel.
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